23.10.2011

Neunzig Minuten zum Vergessen

Union Lohne III - SV Bad Bentheim III 5:2 (3:1)

Die Burgstädter starteten schon mit einer schlechten Ausgangslage nach Lohne, die jedoch für Nachfolgendes nicht als Entschuldigung herhalten darf. Lars „Kirmes“ Somberg durfte im Tor der Dritten starten und gab ein bescheidenes Debüt.

Bentheim III startete einigermaßen in die Partie am frühen Sonntagmorgen konnte jedoch gegen kämpferische Lohner nicht mithalten. So resultierte nach neunzehn Minuten die Führung der Gastgeber. Der Stürmer nahm den Ball an der Strafraumgrenze an, dreht sich um den Gegenspieler und schob den Ball in die lange Ecke. Nur zwei Minuten später kam ein Ball zentral aufs Tor, den der Aushilfskeeper unter tosendem Gelächter direkt neben sich passieren ließ. Bentheim versuchte nun noch einmal ins Spiel zu kommen und bekam einen Freistoß an der Mittellinie zu gesprochen. Jens trat dieses scharf vors Tor, wo alle drunter her tauchten. Das Leder segelte ins lange Eck. Bentheim schnupperte noch einmal Morgenluft, doch Kirmes ließ einen schlecht getreten Freistoß dennoch ins Tor segeln. Er hätte sich in dem Moment am liebsten vergraben. Kurz vor der Halbzeit bewahrte Kirmes seine Mannschaft dann noch vor einer höheren Pausenführung für die Gäste. Nach einer langen Flanke auf den zweiten Pfosten, wo der Gegner aus einem Meter aufs Tor köpfte, kratze er den Ball mit einem Blitzreflex von der Linie.

Nach der Halbzeit änderte sich jedoch nichts am Bentheimer Spiel. Dank mehr als 5 Schritten zu spät und keinem läuferischen Pensum fanden die Burgstädter gar nicht statt. Vorerst konnten Kirmes nochmals seine Klasse auf der Linie unter Beweis stellen, nachdem er wieder einen Kopfball aus zwei Metern hielt und den Nachschuss noch über die Latte lenkte. Nach 62 Minuten war er aber erneut geschlagen. Ein Ball, über die Außen nach vorne getragen landete, flach am Fünfer, wo Kirmes sich in den Ball schmiss, der Stürmer ihn aber glücklich tunnelte und dann Ball versenkte. Ein weiterer Ball über die Außen brachte dann das 5:1. 4 Lohner im Bentheimer Strafraum konnten sich aussuchen, wer den Ball über die Linie spielte. Der sehenswerteste Treffer gelang zum Schluss Jens. Ein tolles Solo und ein wunderschöner Schlenzer. Teamchef Joscha Radink sagte nach dem Spiel: „Eine absolute Katastrophe. Gut, mit Torwartfehlern mussten wir rechnen, aber wenn er die drei Situationen im Eins-gegen-Eins rein lässt und die anderen hält verlieren wir hier trotzdem. Sogar der Lohner Torwart ist mehr gelaufen als unsere Spieler.“

Aufstellung: L. Somberg – Bussmann – Rosendorfer, Schultjan – Hauswald, Räkers, Egbers – Husmann – Hoolt, Kamp – Karadumann (26. Schröder)

Tore: 1:0 (19.), 2:0 (21.), 2:1 Hoolt (36.), 3:1 (39.) 4:1 (62.), 5:1 (63.), 5:2 Hoolt (88.)
 



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